Zertifizierung gemäß ONR 43001-2 (Immobilienberater)

Die Zertifizierung zum Immobilienberater ist nur nach vorheriger Zertifizierung zum Maklerassistenten oder nach Absolvierung einer äquivalenten Ausbildung möglich. Mitarbeiter, die der Qualifikationsstufe des Immobilienberaters entsprechen, müssen neben den für den Maklerassistenten vorgeschriebenen Qualifikationen über fachliche Kenntnisse in folgenden Bereichen verfügen:
  • Makler- und Förderungswesen
  • Ökologische bzw. energietechnische Aspekte von Immobilien
  • Gewerberecht
  • Bürgerliches Recht
Darüber hinaus müssen Immobilienberater methodisch-analytische Fertigkeiten besitzen, die sie zur Bewertung von Liegenschaften, zur Abwicklung von Immobilientransaktionen und zur Durchführung von Investitionsrechnungen, Standort- und Marktanalysen befähigen. Neben sozialen Kompetenzen in den Bereichen Kommunikationstechniken, Konfliktmanagement und Präsentationstechniken muss auch Verhandlungsführung beherrscht werden.

Diese erforderlichen Qualifikationen sind durch eine entsprechende Ausbildung im Ausmaß von mindestens 120 Stunden zu erwerben und durch eine mehrteilige Prüfung (Präsentation einer Vermittlungstransaktion, mündliche und schriftliche Wissensüberprüfung) unter Beweis zu stellen. Darüber hinaus ist eine einjährige Praxis auf dem Gebiet der Immobilienvermittlung obligatorisch.

Tätigkeiten

Immobilienberater gemäß ONR 43001-2 sind zu folgenden Tätigkeiten berechtigt:
  • Vermittlung des Kaufs, Verkaufs und Tausches von Immobilien
  • Vermittlung von Bestandverträgen über Immobilien
  • Vermittlung von Beteiligungen an Immobilienfonds
  • Beratung und Betreuung der oben genannten Geschäfte
  • Konzeption der Unterlagen und angemessener Vermarktungsstrategien
  • Angemessenheitsprüfung des Miet- und Kaufpreises und Abwicklung des Immobiliengeschäftes
  • Information und Beratung der am Immobiliengeschäft beteiligten Parteien
Aufrechterhaltung der Zertifizierung 
Um sicherzustellen, dass ihre Qualifikationen stets auf aktuellem Stand gehalten werden, sind zertifizierte Immobilienberater zur ständigen Weiterbildung verpflichtet. Zur Aufrechterhaltung der Zertifizierung sind deshalb alle zwei Jahre Weiterbildungsmaßnahmen im Ausmaß von 24 Stunden nachzuweisen.

Rezertifizierung
Die Zertifizierung zum Immobilienberater gemäß ONR 43001-2 ist bei kontinuierlichem Nachweis der Weiterbildungsmaßnahmen 6 Jahre aufrecht. Nach Ablauf dieser Frist ist eine Rezertifizierung notwendig, die durch ein mündliches Rezertifizierungsgespräch erlangt werden kann. Dazu ist die Vorlage eines Tätigkeitsberichtes über die vorangegangenen 6 Jahre bzw der durchgeführten Referenzprojekte sowie der Nachweis der in den vorangegangenen 6 Jahren durchgeführten Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen obligatorisch.

Kriterien zur Verlängerung des Zertifikates:
  • der Antragsteller weist durch die Vorlage des Tätigkeitsberichtes bzw. der Referenzprojekte eine aufrechte berufliche Tätigkeit (die für mindestens 3 Jahre innerhalb des sechsjährigen Zeitraumes bestanden hat) im Bereich der Immobilienvermittlung nach
  • der Nachweis mittels eines Dienstzeugnisses, dass seitens der Arbeitgeber keine wesentlichen Beanstandungen gegenüber dem Zertifizierten erhoben wurden
  • der Antragsteller weist durch die Vorlage der erfolgten Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen eine kontinuierliche Erweiterung und Anpassung seines Wissens an den Letztstand dieses Fachgebietes gemäß den Anforderungen der ONR 43001-2 nach
  • der Antragsteller weist im Rahmen des Re-Zertifizierungsgespräches seine Kenntnisse gemäß den Anforderungen ONR 43001-2 nach.
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